Verdauungsprobleme
Blähungen, wechselnder Stuhlgang, Bauchschmerzen nach dem Essen: Verdauungsbeschwerden werden oft jahrelang hingenommen, weil sie peinlich sind oder als „normal“ gelten. Sie sind es nicht. In der Praxis Belyavskaya & Kollegen in Nürnberg klären wir strukturiert ab, was dahintersteckt – und haben dafür eine der umfangreichsten Darmdiagnostiken der Stadt im Haus.
Alles auf einen Blick
Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall
Der Wechsel zwischen beiden Extremen ist das Leitsymptom des Reizdarmsyndroms – der häufigsten Diagnose hinter chronischen Verdauungsbeschwerden, die etwa jeden zehnten Erwachsenen betrifft. Die Diagnose ist keine Ausschlussdiagnose ins Blaue: Nach den international gültigen Rom-IV-Kriterien braucht es wiederkehrende Bauchschmerzen über mindestens drei Monate, verbunden mit dem Stuhlgang oder einer Änderung von Häufigkeit und Konsistenz. Bevor sie gestellt wird, müssen entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie eine Zöliakie ausgeschlossen sein.
Blähungen und veränderter Geruch
Gase entstehen, wenn Darmbakterien Kohlenhydrate vergären, die weiter oben nicht aufgenommen wurden. Auffällig fauliger oder schwefeliger Geruch spricht für einen Eiweißabbau durch Bakterien und für eine Verschiebung der Darmflora. Dahinter kann eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms stehen, die sich mit Atemtests nachweisen lässt und bei einem Teil der Reizdarm-Betroffenen gefunden wird. Wichtig: Dauerhafte Blähungen mit Gewichtsverlust oder Blutarmut sind kein Reizdarm, sondern ein Abklärungsauftrag.
Laktose-, Fruktose- und Sorbitunverträglichkeit
Etwa 15 bis 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland vertragen Milchzucker schlecht, weil das Enzym Laktase im Erwachsenenalter abnimmt. Bei Fruktose ist nicht ein Enzym das Problem, sondern ein überfordertes Transportsystem im Dünndarm; Sorbit aus zuckerfreien Produkten verstärkt diesen Effekt zusätzlich, weil es denselben Weg blockiert. Alle drei lassen sich mit H2-Atemtests objektiv prüfen – das erspart monatelanges Weglassen auf Verdacht und unnötig eingeschränkte Ernährung.
Blut im Stuhl – immer abklären
Sichtbares Blut, schwarzer Stuhl oder ein positiver Test auf verborgenes Blut gehören ohne Ausnahme untersucht. Die Ursache ist häufig harmlos, etwa Hämorrhoiden oder eine Analfissur. Sie kann aber auch eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder ein Tumor sein – und beim Darmkrebs entscheidet der Zeitpunkt der Entdeckung über die Prognose.
Weitere Ursachen
Auch Medikamente, Bewegungsmangel, Stress, Schilddrüsenstörungen und die Zusammensetzung der Ernährung beeinflussen die Verdauung unmittelbar. Und wenn Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Druck hinter dem Brustbein im Vordergrund stehen, liegt die Ursache meist weiter oben: bei einer Refluxkrankheit (GERD), die eigene Wege der Behandlung kennt.
Der erste Termin ist eine normale Kassenleistung. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Beschwerden, ordnen sie ein und schauen genau hin: Wann treten sie auf, in welchem Zusammenhang mit Mahlzeiten, wie sieht der Stuhlgang aus, gibt es Alarmzeichen. Dazu die körperliche Untersuchung und – je nach Befund – Ultraschall und Labordiagnostik.
In vielen Fällen reicht das aus. Sind die Beschwerden jedoch umfangreich, halten sie länger an oder greifen mehrere Ursachen ineinander, bieten wir Ihnen unseren Check-Up Darmgesundheit an – eine der umfangreichsten Darmuntersuchungen unter den Nürnberger Praxen. Enthalten sind eine Ganzkörperuntersuchung, der Ultraschall von Bauchorganen und Schilddrüse, ein sehr großes Blutbild mit weiterführenden Laborwerten sowie drei Testkits für zu Hause: zur Entzündungsdiagnostik im Stuhl, zum Nachweis von verborgenem Blut und zur Abklärung von Unverträglichkeiten. Am Ende steht kein Zettel mit Werten, sondern ein individueller Gesundheitsplan.
Ergibt sich der Verdacht auf eine entzündliche Darmerkrankung oder ist eine Darmspiegelung angezeigt, binden wir gastroenterologische Kolleginnen und Kollegen ein.
So läuft es ab
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Vorbereitung & Nachsorge
Vor dem Termin
Beschwerde- und Ernährungstagebuch
Stuhlverhalten beschreiben können
Versichertenkarte, Vorbefunde, Medikamente
Nach dem Termin
Empfehlungen konsequent umsetzen
Weiterführende Diagnostik wahrnehmen
Bei Alarmzeichen sofort melden
Kosten & Erstattung
Kassenleistung
Selbstzahler / Privat
Passend dazu
Wenn die Beschwerden umfangreich sind oder mehrere Ursachen ineinandergreifen, bringt Stückwerk wenig. Unser Check-Up Darmgesundheit sieht sich das Verdauungssystem in einem Durchgang an: Ganzkörperuntersuchung, Ultraschall von Bauchorganen und Schilddrüse, ein sehr großes Blutbild mit weiterführenden Laborwerten sowie drei Testkits für zu Hause – Entzündungsdiagnostik im Stuhl, Nachweis von verborgenem Blut und Unverträglichkeitsabklärung.
Damit gehört er zu den umfangreichsten Darmuntersuchungen, die in Nürnberger Praxen angeboten werden. Sie bekommen am Ende keine Liste mit Werten, sondern eine Einordnung und einen individuellen Plan – und wissen endlich, woran Sie sind.



