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Fachärztin Yuliya Belyavskaya
Vorsorge & Impfungen

Pneumokokken-Impfung

Pneumokokken sind die häufigsten Erreger der außerhalb des Krankenhauses erworbenen Lungenentzündung. Ab 60 steigt das Risiko für einen schweren Verlauf deutlich – eine einzige Impfung genügt, um es zu senken.

Pneumokokken sind Bakterien, die den Nasen-Rachen-Raum vieler Menschen unbemerkt besiedeln. Gefährlich werden sie erst, wenn die Abwehr nachlässt: Dann können sie in die Lunge absteigen und eine Lungenentzündung auslösen, seltener auch eine Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung. In schweren Fällen gelangen sie in die Blutbahn oder die Hirnhäute.

Das Risiko steigt mit dem Alter und mit chronischen Erkrankungen – etwa bei Herzschwäche, COPD oder Asthma, Diabetes, Nierenerkrankungen, nach Entfernung der Milz oder bei geschwächtem Immunsystem. Genau diese Gruppen erkranken nicht nur häufiger, sondern auch schwerer.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt allen Menschen ab 60 Jahren eine einmalige Impfung mit dem 20-valenten Konjugatimpfstoff. Eine Wiederholung ist derzeit nicht vorgesehen, weil dafür keine ausreichenden Daten vorliegen. In der Praxis Belyavskaya & Kollegen in Nürnberg prüfen wir mit Ihnen, ob eine frühere Pneumokokken-Impfung dokumentiert ist – davon hängt der Abstand ab.

So läuft die Impfung ab

Wir prüfen, ob die Impfung für Sie empfohlen ist, und klären den Abstand zu früheren Pneumokokken-Impfungen. Der Termin dauert insgesamt etwa eine halbe Stunde.

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Aufklärungsgespräch
Ca. 10 Minuten
Wir erklären Ihnen, wovor die Impfung schützt, wie gut sie wirkt und welche Reaktionen in den Tagen danach normal sind. Ihre Fragen besprechen wir in Ruhe.

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Anamnese & Impfberatung
Ca. 5 Minuten
Wir sehen in Ihren Impfpass. Entscheidend ist, ob früher bereits gegen Pneumokokken geimpft wurde: Nach einer Impfung mit dem Polysaccharid-Impfstoff liegt der Mindestabstand bei sechs Jahren, nach einem früheren Konjugatimpfstoff bei einem Jahr. Ohne dokumentierte Vorimpfung kann sofort geimpft werden.

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Impfung
Ca. 2 Minuten
Die Impfung wird in den Oberarmmuskel gegeben. Wenn ohnehin die Grippeimpfung ansteht, können beide am selben Tag erfolgen – in verschiedene Arme.

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Nachbeobachtung
Ca. 15 Minuten
Sie bleiben zur Sicherheit kurz in der Praxis, damit wir im unwahrscheinlichen Fall einer Sofortreaktion unmittelbar reagieren können.

Vorbereitung & Nachsorge

Mit einer guten Vorbereitung und der richtigen Nachsorge verläuft die Impfung unkompliziert. Das Wichtigste in Kürze.

Vor dem Termin

Impfpass mitbringen

Entscheidend ist, ob früher schon einmal gegen Pneumokokken geimpft wurde. Davon hängt ab, ob heute geimpft werden kann oder ein Mindestabstand einzuhalten ist.

Akute Erkrankungen abklären

Bei Fieber oder einem akuten Infekt verschieben wir die Impfung um einige Tage. Ein leichter Schnupfen ohne Fieber ist kein Hindernis.

Nach dem Termin

Schonung

Vermeiden Sie für ein bis zwei Tage starke körperliche Anstrengung. Spazierengehen und Alltag sind problemlos möglich.

Normale Reaktionen

Rötung, Schwellung und Druckschmerz am Oberarm sowie Müdigkeit oder Gliederschmerzen sind Zeichen einer anlaufenden Immunantwort. Sie klingen meist innerhalb von ein bis drei Tagen ab.

Bei starken Symptomen melden

Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder anhaltend hohem Fieber melden Sie sich bitte in der Praxis oder außerhalb der Sprechzeiten beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Nebenwirkungen

Lokale Reaktionen Sehr häufig
Schmerzen, Rötung und Schwellung an der Einstichstelle. Sie klingen in der Regel nach ein bis drei Tagen von selbst ab.
Allgemeinsymptome Häufig
Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit oder leichtes Fieber. Auch das ist eine normale Reaktion des Immunsystems und vergeht innerhalb weniger Tage.
Allergische Reaktionen Selten
Hautausschlag, Nesselsucht oder Juckreiz können in seltenen Fällen auftreten. Melden Sie sich, wenn solche Beschwerden nicht innerhalb eines Tages abklingen.
Anaphylaktische Reaktionen Sehr selten
Schwerwiegende Sofortreaktionen sind extrem selten. Genau deshalb bleiben Sie nach der Impfung noch kurz in der Praxis – dort können wir sofort behandeln.

Kosten & Erstattung

Kassenleistung

Wird von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen – ab 60 Jahren für alle, bei bestimmten Grunderkrankungen auch früher.

Alles auf einen Blick

Ab welchem Alter wird die Pneumokokken-Impfung empfohlen?
Ab 60 Jahren für alle, einmalig. Bei bestimmten Grunderkrankungen – etwa chronischen Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, fehlender Milz oder geschwächtem Immunsystem – wird sie auch jüngeren Menschen empfohlen. Wir klären im Gespräch, ob das auf Sie zutrifft.
Muss die Impfung aufgefrischt werden?
Nach heutigem Stand nein. Zur Notwendigkeit einer Wiederholung nach dem 20-valenten Konjugatimpfstoff liegen keine ausreichenden Daten vor, deshalb spricht die Ständige Impfkommission dafür keine Empfehlung aus. Sollte sich das ändern, melden wir uns.
Ich wurde früher schon einmal gegen Pneumokokken geimpft – was gilt dann?
Dann kommt es auf den Impfstoff an. Nach einer Impfung mit dem Polysaccharid-Impfstoff gilt ein Mindestabstand von sechs Jahren, nach einem früheren Konjugatimpfstoff von einem Jahr. Bringen Sie den Impfpass mit, dann sehen wir gemeinsam nach.
Kann ich Pneumokokken- und Grippeimpfung am selben Tag bekommen?
Ja. Beide können am selben Termin gegeben werden, in verschiedene Arme. Das spart einen Weg und ist gerade im Herbst der häufigste Fall bei uns.
Was kostet die Pneumokokken-Impfung?
Für die von der STIKO empfohlenen Gruppen ist sie eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Es entstehen keine Kosten für Sie.
Wo kann ich mich in Nürnberg gegen Pneumokokken impfen lassen?
In Ihrer hausärztlichen Praxis – bei uns am Kopernikusplatz in der Nürnberger Südstadt. Bringen Sie den Impfpass mit, dann klären wir alles in einem Termin.