HPV-Impfung
Humane Papillomviren sind die häufigste sexuell übertragbare Infektion überhaupt: Etwa acht von zehn Menschen stecken sich im Lauf ihres Lebens an, meist in den ersten Jahren nach dem ersten Geschlechtsverkehr. Die meisten Infektionen heilen unbemerkt aus.
Bleiben sie bestehen, können bestimmte Hochrisiko-Typen über Jahre Krebs auslösen. Genau davor schützt die HPV-Impfung – am besten, bevor der erste Kontakt mit den Viren stattgefunden hat. Bis zum 18. Geburtstag ist sie Kassenleistung; danach impfen wir Sie in Nürnberg als Selbstzahler.
Bis zum 18. Geburtstag · danach 20 € je Impftermin, Impfstoff per Rezept
Impfung buchenBis zum 18. Geburtstag vollständig von der gesetzlichen Kasse übernommen
Impfstoff Gardasil 9 – Schutz vor neun HPV-Typen
9 bis 14 Jahre: zwei Impfungen · ab 15 Jahren: drei Impfungen
Kurze ärztliche Besprechung und Impfung in einem Termin
Direkt online buchbar – kein separates Beratungsgespräch nötig
Als Selbstzahler 20 € je Termin, Impfstoff über Rezept aus der Apotheke
Viele Kassen erstatten die Impfung auf Nachfrage auch nach dem 18. Geburtstag
Prüfung Ihres übrigen Impfstatus im selben Termin
Impfsprechstunde in der Praxis Belyavskaya & Kollegen in Nürnberg · Kopernikusplatz 13
So läuft die Impfung ab
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Vorbereitung & Nachsorge
Vor dem Termin
Impfpass mitbringen
Impfstoff gekühlt mitbringen
Akute Infekte abklären
Nach dem Termin
Schonung
Normale Reaktionen
Kreislauf im Blick behalten
Nebenwirkungen
Kosten & Erstattung
Bis zum 18. Geburtstag: Kassenleistung
Ab 18 Jahren: 20 € je Impftermin
Alles auf einen Blick
Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren – am besten vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Versäumte Impfungen sollen bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.
Auch danach ist die Impfung nicht sinnlos: Wer noch nicht mit allen Hochrisiko-Typen in Kontakt gekommen ist, profitiert weiterhin. Ab 18 ist sie allerdings eine individuelle Entscheidung, die wir gemeinsam treffen.
Bei Impfbeginn zwischen 9 und 14 Jahren genügen zwei Dosen im Abstand von fünf bis dreizehn Monaten. Liegt der Abstand darunter, ist eine dritte Dosis nötig.
Wer mit 15 Jahren oder später beginnt, braucht drei Dosen nach dem Schema 0, 2 und 6 Monate. Jede Impfung ist ein eigener Termin.
Der in Deutschland verfügbare Impfstoff Gardasil 9 deckt neun HPV-Typen ab. Dazu gehören die Hochrisiko-Typen 16 und 18, auf die rund 70 Prozent aller Gebärmutterhalskrebs-Fälle zurückgehen, sowie fünf weitere Hochrisiko-Typen.
Geschützt wird außerdem vor Krebs an Scheide, Schamlippen, Anus, Penis und im Mund-Rachen-Raum – und über die Typen 6 und 11 vor Genitalwarzen.
HPV betrifft nicht nur Frauen. Bei Männern verursachen die Viren Penis-, Anal- und Mund-Rachen-Krebs sowie Genitalwarzen – die Zahl HPV-bedingter Rachenkrebse steigt seit Jahren.
Dazu kommt der Effekt für alle: Je mehr Jungen geimpft sind, desto seltener werden die Viren weitergegeben. Die STIKO empfiehlt die Impfung deshalb seit 2018 ausdrücklich für beide Geschlechter.
Häufig ja. Eine bereits bestehende Infektion lässt sich mit der Impfung nicht behandeln, aber kaum jemand trägt alle neun im Impfstoff enthaltenen Typen in sich. Der Schutz vor den übrigen bleibt bestehen.
Wir schauen uns Ihre Situation im Termin an und sagen Ihnen ehrlich, was Sie erwarten können und was nicht.
Nein. Die Impfung deckt die wichtigsten, aber nicht alle krebserregenden HPV-Typen ab. Die gynäkologische Früherkennung bleibt deshalb unverzichtbar: Frauen ab 20 haben jährlich Anspruch darauf, ab 35 kommt alle drei Jahre ein HPV-Test hinzu.
Impfung und Vorsorge greifen ineinander – die eine verhindert die Infektion, die andere findet Veränderungen früh genug, um sie folgenlos zu behandeln.


