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Fachärztin Yuliya Belyavskaya
Akute Beschwerden

Migräne

Migräne ist kein besonders starker Kopfschmerz, sondern eine eigenständige neurologische Erkrankung. Die Attacken kommen anfallsartig, pochen meist einseitig und dauern von wenigen Stunden bis zu drei Tagen – begleitet von Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit. In der Praxis Belyavskaya & Kollegen in Nürnberg klären wir zuerst, welche Kopfschmerzform tatsächlich vorliegt, und entwickeln daraus eine Behandlung, die zu Ihrem Alltag passt.

Alles auf einen Blick

Worum es geht

Etwa jeder zehnte Mensch hat Migräne, Frauen rund dreimal häufiger als Männer. Damit ist sie nach dem Spannungskopfschmerz die zweithäufigste Kopfschmerzform – und einer der häufigsten Gründe, aus denen Patientinnen und Patienten eine Hausarztpraxis aufsuchen.

Typische Merkmale

Pulsierender, pochender oder stechender Schmerz, meist auf einer Kopfhälfte, der sich bei Bewegung verstärkt. Dazu Übelkeit, Appetitlosigkeit und Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Gerüchen. Bei etwa 15 Prozent der Betroffenen kündigt sich die Attacke mit einer Aura an: Flimmern, Sehstörungen, Kribbeln oder Wortfindungsstörungen, die dem Schmerz vorausgehen.

Auslöser

Migräne entsteht auf Basis einer Veranlagung – die einzelne Attacke wird jedoch oft durch konkrete Trigger ausgelöst: unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus, Hormonschwankungen im Zyklus, Stress oder die Entspannung danach, ausgelassene Mahlzeiten, Alkohol und Wetterwechsel. Welche davon bei Ihnen zählen, lässt sich nur individuell herausfinden.

Wichtig abzugrenzen

Kopfschmerz, der durch häufigen Gebrauch von Schmerzmitteln entsteht, kann einer Migräne täuschend ähnlich sehen. Ab etwa zehn Einnahmetagen im Monat steigt dieses Risiko deutlich – ein Grund, warum dauerhafte Selbstmedikation selten die Lösung ist.

Was kann ich bei Migräne tun?

Der erste Schritt ist die richtige Einordnung. Mit einem strukturierten Gespräch, einem Kopfschmerzkalender und einer klinischen Untersuchung grenzen wir Migräne von Spannungskopfschmerz, Medikamentenübergebrauch und selteneren Ursachen ab. Erst danach steht fest, welche Therapie sinnvoll ist.

Für die akute Attacke gibt es wirksame Medikamente – entscheidend sind die richtige Dosis und ein früher Einnahmezeitpunkt. Treten Attacken häufig auf, kommt zusätzlich eine Prophylaxe infrage: medikamentös, aber ebenso über Schlaf, Bewegung, Stressverarbeitung und einen geregelten Tagesrhythmus. Bei chronischer Migräne mit 15 oder mehr Kopfschmerztagen im Monat zählt die Behandlung mit Botulinumtoxin zu den etablierten Optionen; dazu finden Sie unten mehr.

Treten Kopfschmerzen neu auf, ändern sie ihren Charakter, setzen sie schlagartig und extrem heftig ein oder kommen Fieber, Nackensteife oder neurologische Ausfälle hinzu, gehören sie umgehend ärztlich abgeklärt.

So läuft es ab

Wir nehmen uns ausreichend Zeit für eine sorgfältige Diagnose und einen individuellen Behandlungsplan.

1

Anamnese & Kopfschmerzanalyse
Ca. 20 Minuten
Wir gehen Ihre Kopfschmerzen strukturiert durch: Häufigkeit, Dauer, Charakter, Begleitsymptome, bisherige Medikamente und mögliche Auslöser.

2

Klinische Untersuchung
Ca. 15 Minuten
Körperliche und orientierend neurologische Untersuchung, bei Bedarf ergänzt durch Blutdruckmessung, Blutentnahme oder weiterführende Diagnostik.

3

Befund & Therapieplan
Ca. 15 Minuten
Wir ordnen die Ergebnisse ein, benennen die Kopfschmerzform und legen gemeinsam fest, wie akute Attacken behandelt werden und ob eine Prophylaxe sinnvoll ist.

Vorbereitung & Nachsorge

Mit einer guten Vorbereitung und der richtigen Nachsorge schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung. Die wichtigsten Hinweise für Ihren Termin finden Sie hier auf einen Blick.

Vor dem Termin

Kopfschmerzkalender führen

Notieren Sie zwei bis vier Wochen lang Tage, Dauer, Stärke und Begleitsymptome. Das ist die wertvollste Vorbereitung überhaupt.

Medikamentenliste mitbringen

Auch rezeptfreie Schmerzmittel gehören dazu – samt der Tage, an denen Sie sie einnehmen.

Versichertenkarte und Vorbefunde

Frühere Befunde, Arztbriefe oder Bildgebung helfen uns, Doppeluntersuchungen zu vermeiden.

Nach dem Termin

Akutmedikament früh einsetzen

Akutmedikamente wirken am besten zu Beginn der Attacke – nicht erst, wenn der Schmerz bereits eskaliert ist.

Kalender weiterführen

So sehen wir beim nächsten Termin schwarz auf weiß, ob die Behandlung wirkt.

Bei Veränderung melden

Neue, ungewöhnlich heftige oder anders verlaufende Kopfschmerzen gehören zeitnah abgeklärt.

Kosten & Erstattung

Kassenleistung

Die Abklärung und Behandlung von Migräne wird von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Selbstzahler / Privat

auf Anfrage

Passend dazu

Migränebehandlung mit Botulinumtoxin

Bei chronischer Migräne – 15 oder mehr Kopfschmerztage im Monat, davon mindestens acht mit Migränecharakter – reicht die klassische Prophylaxe häufig nicht aus. Für diese Patientinnen und Patienten gehört die Behandlung mit Botulinumtoxin zu den wenigen Optionen, die die Zahl der Kopfschmerztage nachweislich senken.

Das Prinzip: Botulinumtoxin wird in sehr kleinen Mengen in genau festgelegte Muskelgruppen an Stirn, Schläfen, Nacken und Schultern gespritzt – nach einem standardisierten Schema an 31 Punkten. Dort dämpft es die Weiterleitung von Schmerzsignalen an den Nervenendigungen und senkt die Reizbarkeit des Trigeminusnervs, der bei der Migräne eine zentrale Rolle spielt. Die Wirkung setzt nach zwei bis vier Wochen ein und hält rund drei Monate; die Behandlung wird deshalb quartalsweise wiederholt. Die Sitzung dauert etwa 20 Minuten, eine Betäubung ist nicht erforderlich.

Fachärztin Yuliya Belyavskaya wendet Botulinumtoxin seit über zehn Jahren an und verfügt über umfassende Erfahrung in seiner therapeutischen Anwendung. Für viele Betroffene bedeutet das weniger Attacken, weniger Schmerzmittel und spürbar mehr Lebensqualität – Tage, an denen wieder gearbeitet, geplant und gelebt werden kann.

Wir beraten Sie individuell und entscheiden gemeinsam, ob eine Migränebehandlung mit Botulinumtoxin bei Ihnen infrage kommt.

Hinweis: Die Migränebehandlung mit Botulinumtoxin ist in unserer Praxis keine Kassenleistung. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Für Fragen erreichen Sie uns gerne telefonisch unter 0911 446540.

Termin zur Migränebehandlung