Tollwutimpfung
Tollwut endet nach Ausbruch der Symptome praktisch immer tödlich – es gibt keine Behandlung. Die Impfung vor der Reise verschafft im Ernstfall entscheidende Zeit und macht die Versorgung vor Ort erheblich einfacher.
Übertragen wird das Virus über den Speichel infizierter Tiere, meist durch Biss oder Kratzer – weltweit vor allem durch streunende Hunde, daneben durch Katzen, Affen und Fledermäuse. Von der Bissstelle wandert es entlang der Nerven zum Gehirn; sind die ersten Symptome da, ist die Erkrankung nicht mehr aufzuhalten.
Die vorsorgliche Impfung – die präexpositionelle Prophylaxe – verhindert die Erkrankung nicht allein, sie vereinfacht vor allem die Behandlung danach: Wer geimpft ist, braucht nach einem Biss nur noch zwei Auffrischdosen und kein Immunglobulin. Genau dieses Immunglobulin ist in vielen Reiseländern nicht oder nur schwer verfügbar.
Empfohlen wird die Impfung für Reisen in Regionen mit Tollwutgefahr und erhöhter Expositionswahrscheinlichkeit – etwa bei Kontakt mit streunenden Hunden, bei Rad- und Trekkingtouren oder bei Arbeiten mit Tieren.
Ärztliche Reiseimpfberatung und Impfung · Impfstoff separat per Rezept
Impfung buchenAusführliche ärztliche Reiseimpfberatung zu Ihrem Reiseland
Rezept für den Impfstoff – erhältlich in jeder Apotheke
Impfung und Eintrag in Ihren Impfpass
Prüfung Ihrer Standardimpfungen im selben Termin
Bei beruflich oder durch Ausbildung bedingten Reisen Kassenleistung
Reisemedizinische Beratung in der Praxis Belyavskaya & Kollegen in Nürnberg · Kopernikusplatz 13
So läuft die Impfung ab
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Vorbereitung & Nachsorge
Vor dem Termin
Impfpass mitbringen
Akute Erkrankungen abklären
Nach dem Termin
Schonung
Normale Reaktionen
Bei starken Symptomen melden
Nebenwirkungen
Kosten & Erstattung
Selbstzahlerleistung
Alles auf einen Blick
Für Reisen nach Asien, Afrika und Lateinamerika, besonders bei längeren Aufenthalten, Rucksack- und Fahrradreisen, Trekking, Höhlenbesuchen oder Tätigkeiten mit Tierkontakt. Auch für Kinder ist sie oft ratsam – sie gehen eher auf Tiere zu und melden kleine Kratzer nicht.
Die Wunde sofort 15 Minuten lang mit Seife und viel Wasser auswaschen, danach desinfizieren – und noch am selben Tag ärztliche Hilfe suchen. Das gilt auch bei oberflächlichen Kratzern oder beleckten Hautstellen. Sind Sie vorgeimpft, genügen zwei Auffrischdosen; ohne Vorimpfung ist zusätzlich Immunglobulin nötig, das vor Ort oft fehlt.
Für das reguläre Schema etwa vier Wochen. Bei knapper Zeit gibt es ein verkürztes Schema über sieben Tage. Melden Sie sich in dem Fall früh bei uns, dann bekommen wir das meist noch unter.
Nach der Grundimmunisierung besteht ein belastbarer Schutz über Jahre. Bei fortbestehendem Risiko oder beruflicher Exposition lässt sich der Antikörperspiegel kontrollieren und bei Bedarf auffrischen. Für gelegentliche Reisende ist das in der Regel nicht nötig.
Wir stützen uns auf die Länderempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts und die aktuellen Lageberichte der WHO. Dazu kommt Ihre persönliche Situation: Reisezeit, Route, Unterkunft, geplante Aktivitäten, Vorerkrankungen und Ihr bisheriger Impfstatus.
Manche Impfungen sind für die Einreise vorgeschrieben, andere nur empfohlen – und bei wieder anderen hängt die Entscheidung davon ab, ob Sie im Hotel bleiben oder mit dem Rucksack unterwegs sind. Genau das klären wir in der ärztlichen Reiseimpfberatung, bevor ein Rezept ausgestellt wird.
Die ärztliche Reiseimpfberatung inklusive Impfung kostet bei uns pauschal 50 € – unabhängig davon, welche Impfung es wird. Der Impfstoff kommt separat dazu: Sie erhalten ein Rezept und holen ihn in der Apotheke.
Ist Ihr Auslandsaufenthalt beruflich oder durch eine Ausbildung bedingt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse beides. Bei privaten Urlaubsreisen ist die Reiseimpfung dagegen grundsätzlich eine Privatleistung. Viele Krankenkassen erstatten sie trotzdem freiwillig als Satzungsleistung, oft vollständig – das ist von Kasse zu Kasse verschieden. Fragen Sie vor dem Termin kurz nach, wir stellen Ihnen die Belege zum Einreichen aus.


