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Fachärztin Yuliya Belyavskaya
Vorsorge & Impfungen

FSME-Impfung

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch Zecken übertragen und kann Hirnhäute, Gehirn und Rückenmark entzünden. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht – nur die Impfung schützt zuverlässig.

FSME-Viren sitzen in der Speicheldrüse infizierter Zecken und werden schon beim Stich übertragen – schnelles Entfernen hilft hier also nicht, anders als bei Borreliose. Bei vielen verläuft die Infektion mild oder unbemerkt. Bei einem Teil folgt nach einer beschwerdefreien Phase die zweite Krankheitsphase mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und neurologischen Ausfällen; Lähmungen und Konzentrationsstörungen können Monate bleiben.

Für Mittelfranken ist das relevant: Nahezu ganz Bayern ist vom Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiet ausgewiesen, einschließlich weiter Teile der Region um Nürnberg. Wer hier spazieren geht, Rad fährt, Gartenarbeit macht oder Hunde ausführt, ist betroffen – Zecken sitzen im hohen Gras und im Unterholz, nicht auf Bäumen.

Die Impfung enthält abgetötete Viren. Nach drei Dosen besteht ein Schutz von über 99 Prozent. Wir beraten Sie in der Praxis Belyavskaya & Kollegen in Nürnberg, ob und wann der Impfschutz bei Ihnen aufgefrischt werden sollte.

So läuft die Impfung ab

Wir klären Ihr persönliches Risiko, planen das Impfschema und impfen im selben Termin.

1

Aufklärungsgespräch
Ca. 10 Minuten
Wir erklären Ihnen, wovor die Impfung schützt, wie sie wirkt und welche Reaktionen normal sind – und beantworten alle Ihre Fragen.

2

Anamnese & Impfberatung
Ca. 5 Minuten
Wir prüfen Ihren Impfstatus, Vorerkrankungen und Allergien. Findet die Impfung im Rahmen des Check-up 18-34 oder Check-up über 35 statt, sehen wir Ihren Impfpass vollständig durch und ergänzen fehlende Standardimpfungen gleich mit. Bei einem reinen Impftermin verabreichen wir die von Ihnen gebuchte Impfung.

3

Impfung
Ca. 2 Minuten
Die Impfung wird in den Oberarmmuskel gegeben. Für den vollständigen Schutz sind drei Dosen nötig; den Termin für die Folgeimpfung vereinbaren wir direkt mit Ihnen.

4

Nachbeobachtung
Ca. 15 Minuten
Sie bleiben zur Sicherheit kurz in der Praxis, damit wir bei den sehr seltenen Sofortreaktionen unmittelbar reagieren können.

Vorbereitung & Nachsorge

Mit einer guten Vorbereitung und der richtigen Nachsorge schaffen Sie die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung. Die wichtigsten Hinweise für Ihren Termin finden Sie hier auf einen Blick.

Vor dem Termin

Impfpass mitbringen

Damit wir Ihren Impfstatus überprüfen und die Impfung dort eintragen können.

Akute Erkrankungen abklären

Bei Fieber oder akuten Infekten verschieben wir die Impfung. Lassen Sie uns vorab Bescheid geben.

Nach dem Termin

Schonung

Vermeiden Sie für 1-2 Tage starke körperliche Anstrengung und Sport.

Normale Reaktionen

Lokale Rötung, Schwellung oder leichtes Fieber sind normal und klingen meist innerhalb 1-3 Tagen ab.

Bei starken Symptomen melden

Bei Atemnot, Kreislaufproblemen oder anhaltend hohem Fieber kontaktieren Sie sofort einen Arzt.

Nebenwirkungen

Lokale Reaktionen Häufig
Rötung, Schwellung, Wärme oder leichter Schmerz an der Einstichstelle. Klingen meist nach 1-2 Tagen ab.
Allgemeinsymptome Häufig
Müdigkeit, Kopfschmerzen, leichte Muskelschmerzen oder leichtes Fieber. Meist mild und kurzzeitig.
Allergische Reaktionen Selten
In sehr seltenen Fällen können allergische Reaktionen auf Impfstoff-Bestandteile auftreten. Deshalb erfolgt die Nachbeobachtung in der Praxis.
Anaphylaktische Reaktionen Sehr selten
Schwerwiegende Sofortreaktionen sind extrem selten. Wir sind in der Praxis darauf vorbereitet und können sofort reagieren.

Kosten & Erstattung

Kassenleistung

Wird von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Alles auf einen Blick

Ist Nürnberg ein FSME-Risikogebiet?

Bayern ist fast flächendeckend als Risikogebiet ausgewiesen, und das gilt auch für weite Teile Mittelfrankens. Das Robert Koch-Institut aktualisiert die Karte jedes Frühjahr. Praktisch heißt das: Wer sich hier regelmäßig im Grünen aufhält, sollte geimpft sein – unabhängig davon, ob er verreist.

Wie läuft das Impfschema ab?

Drei Dosen: die zweite ein bis drei Monate nach der ersten, die dritte je nach Impfstoff fünf bis zwölf oder neun bis zwölf Monate später. Schon nach der zweiten Dosis besteht ein Schutz für die laufende Saison. Aufgefrischt wird danach alle drei bis fünf Jahre, abhängig von Alter und Impfstoff.

Wann sollte ich mit der Impfung beginnen?

Am besten im Winter, damit der Schutz zum Start der Zeckensaison im Frühjahr steht. Wer den Zeitpunkt verpasst hat, kann trotzdem jederzeit beginnen – es gibt auch ein beschleunigtes Schema, etwa vor einer kurzfristig geplanten Reise.

Schützt die Impfung auch vor Borreliose?

Nein. Borreliose wird von Bakterien verursacht, FSME von Viren. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, sie lässt sich aber mit Antibiotika gut behandeln – anders als FSME. Deshalb gilt weiterhin: Nach jedem Aufenthalt im Grünen die Haut absuchen und Zecken rasch entfernen.

Was kostet die FSME-Impfung?

In Risikogebieten – und damit in Bayern – ist sie Kassenleistung und wird vollständig übernommen. Auch beruflich Exponierte und Reisende in Risikogebiete erhalten sie in der Regel ohne Zuzahlung. Wir klären das vor dem Termin für Sie.

Kann ich mich trotz Zeckenstich noch impfen lassen?

Eine Impfung unmittelbar nach einem Stich schützt vor dieser einen Infektion nicht mehr – der Impfschutz baut sich zu langsam auf. Sinnvoll ist sie trotzdem, denn der nächste Stich kommt bestimmt. Melden Sie sich bei Fieber und Kopfschmerzen ein bis vier Wochen nach einem Stich zeitnah bei uns unter 0911 446540.