FSME-Impfung
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis wird durch Zecken übertragen und kann Hirnhäute, Gehirn und Rückenmark entzünden. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht – nur die Impfung schützt zuverlässig.
FSME-Viren sitzen in der Speicheldrüse infizierter Zecken und werden schon beim Stich übertragen – schnelles Entfernen hilft hier also nicht, anders als bei Borreliose. Bei vielen verläuft die Infektion mild oder unbemerkt. Bei einem Teil folgt nach einer beschwerdefreien Phase die zweite Krankheitsphase mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und neurologischen Ausfällen; Lähmungen und Konzentrationsstörungen können Monate bleiben.
Für Mittelfranken ist das relevant: Nahezu ganz Bayern ist vom Robert Koch-Institut als FSME-Risikogebiet ausgewiesen, einschließlich weiter Teile der Region um Nürnberg. Wer hier spazieren geht, Rad fährt, Gartenarbeit macht oder Hunde ausführt, ist betroffen – Zecken sitzen im hohen Gras und im Unterholz, nicht auf Bäumen.
Die Impfung enthält abgetötete Viren. Nach drei Dosen besteht ein Schutz von über 99 Prozent. Wir beraten Sie in der Praxis Belyavskaya & Kollegen in Nürnberg, ob und wann der Impfschutz bei Ihnen aufgefrischt werden sollte.
So läuft die Impfung ab
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4
Vorbereitung & Nachsorge
Vor dem Termin
Impfpass mitbringen
Akute Erkrankungen abklären
Nach dem Termin
Schonung
Normale Reaktionen
Bei starken Symptomen melden
Nebenwirkungen
Kosten & Erstattung
Kassenleistung
Alles auf einen Blick
Bayern ist fast flächendeckend als Risikogebiet ausgewiesen, und das gilt auch für weite Teile Mittelfrankens. Das Robert Koch-Institut aktualisiert die Karte jedes Frühjahr. Praktisch heißt das: Wer sich hier regelmäßig im Grünen aufhält, sollte geimpft sein – unabhängig davon, ob er verreist.
Drei Dosen: die zweite ein bis drei Monate nach der ersten, die dritte je nach Impfstoff fünf bis zwölf oder neun bis zwölf Monate später. Schon nach der zweiten Dosis besteht ein Schutz für die laufende Saison. Aufgefrischt wird danach alle drei bis fünf Jahre, abhängig von Alter und Impfstoff.
Am besten im Winter, damit der Schutz zum Start der Zeckensaison im Frühjahr steht. Wer den Zeitpunkt verpasst hat, kann trotzdem jederzeit beginnen – es gibt auch ein beschleunigtes Schema, etwa vor einer kurzfristig geplanten Reise.
Nein. Borreliose wird von Bakterien verursacht, FSME von Viren. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung, sie lässt sich aber mit Antibiotika gut behandeln – anders als FSME. Deshalb gilt weiterhin: Nach jedem Aufenthalt im Grünen die Haut absuchen und Zecken rasch entfernen.
In Risikogebieten – und damit in Bayern – ist sie Kassenleistung und wird vollständig übernommen. Auch beruflich Exponierte und Reisende in Risikogebiete erhalten sie in der Regel ohne Zuzahlung. Wir klären das vor dem Termin für Sie.
Eine Impfung unmittelbar nach einem Stich schützt vor dieser einen Infektion nicht mehr – der Impfschutz baut sich zu langsam auf. Sinnvoll ist sie trotzdem, denn der nächste Stich kommt bestimmt. Melden Sie sich bei Fieber und Kopfschmerzen ein bis vier Wochen nach einem Stich zeitnah bei uns unter 0911 446540.


